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Martin Tchiba

Martin Tchiba  

Martin Tchiba (HU/DE) – LUDWIG - directions

Martin Tchiba über sein piano piece „LUDWIG – directions“:

„Mein viersätziges ,LUDWIG – directions‘ für Klavier solo wirft aus der Jetzt-Perspektive vier kurze, aber intensive Blicke auf Ludwig van Beethoven. Das gesamte Tonmaterial des Werks leitet sich vom ,Rondo – Allegro‘ der ,Grande Sonate Pathétique‘ ab.
Der III. Satz von ,LUDWIG – directions‘ reflektiert auf Beethoven als radikalen Verdichter kompositorischer Strukturen und somit Wegbereiter wesentlicher Kompositionstechniken des 20. und 21. Jahrhunderts: In diesem Sinne wurden in diesem Satz Tonhöhen, Rhythmus und Dynamik nach einem strengen seriellen Verfahren ermittelt. Die ,Reihen-Basis‘ hierfür bilden wiederum bestimmte aus Beethovens ,Rondo – Allegro‘ extrahierte numerische Gesetzmäßigkeiten.
Der II. Satz hingegen bezieht sich auf eine im weitesten Sinne ,romantische‘ Deutung Beethoven’scher Musik, deren Ausläufer bis in die Popkultur reichen.
Beide Mittelsätze von ,LUDWIG – directions‘ (II. und III.) formen aus dem jeweiligen Blickwinkel ein eigenständiges Stück Musik; darin ist keinerlei Wertung oder Präferenz für die eine oder andere Richtung enthalten, die der Umgang mit Beethovens Musik im Laufe der Geschichte genommen hat.
Die beiden Ecksätze I. und IV. sind persönliche Annäherungen von mir an Beethoven in meiner aktuellen eigenen Tonsprache (das ,Material‘ meines liebsten Beethovens, des ,Pathétique‘-Schlusssatzes, bleibt omnipräsent), wobei beide im II. und III. Satz beleuchteten ,Tendenzen‘ durchaus ihre Wirkung entfalten.“

Piano piece „LUDWIG – directions“ – Aufführungen:

Martin Tchiba (*1982)

Martin Tchiba (*1982)
Der Pianist und Komponist Martin Tchiba wurde 1982 in Budapest geboren und lebt seit 1985 in Deutschland.
Rege internationale Konzerttätigkeit als Pianist, z. B.: Concertgebouw Amsterdam, Tokyo Opera City Recital Hall, Herbstfestival Budapest, Spoleto Festival. Er spielte zahlreiche Uraufführungen, u. a. von Gerhard Stäbler, Michael Denhoff, Moritz Eggert, Johannes Kreidler und György Kurtág. Besonderes Aufsehen erregte auch sein Social-Media-Klavier-Recital „WIReless“ 2017 in der Tonhalle Düsseldorf (www.wireless-piano.com). Seine CDs, erschienen bei den Labels Naxos, Telos, Hungaroton und Challenge Classics, wurden von der führenden internationalen Musikpresse mit vielen positiven Rezensionen bedacht und werden weltweit von Rundfunkanstalten ausgestrahlt. Zahlreiche Aufnahmen und Sendungen für Rundfunk und Fernsehen, u. a. bei den Sendern WDR Köln, SR, Bayerischer Rundfunk, Deutschlandradio Kultur, Ungarischer und Niederländischer Rundfunk, darunter auch eine einstündige Porträt-Sendung über den Pianisten im RBB Kulturradio Berlin und ein zweieinhalbstündiges Porträt im SR 2 KulturRadio. Das Niederländische Fernsehen machte mehrfach TV-Aufnahmen in Amsterdam.
Nach früher pianistischer Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover studierte Martin Tchiba Klavier bei Thomas Duis an der Musikhochschule Saarbrücken und bei Jean-Jacques Dünki an der Musikakademie Basel. Er war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und des DAAD. Förderung durch die Kunststiftung NRW, Kulturförderpreis der Landeshauptstadt Saarbrücken.
Neben seiner pianistischen Tätigkeit widmet sich Tchiba zudem auch der Komposition und studierte bei Michael Denhoff in Bonn. Aufführungen z. B. bei der Gaudeamus Muziekweek in Amsterdam und beim „aDevantgarde“-Festival München.
Auch verfasst Tchiba regelmäßig Beiträge u. a. für die „Neue Zeitschrift für Musik“. Im Rahmen von „Bipolar – deutsch-ungarische Kulturprojekte“ war er künstlerischer Leiter eines durch die Kulturstiftung des Bundes geförderten Projekts zum Thema „innovative Musikvermittlung“

 

Website Martin Tchiba