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Christoph Theiler

Christoph Theiler (Foto: Renate Pittroff)  

Christoph Theiler (DE/AT) – Ludwigs Flügel

Christoph Theiler über sein piano piece „Ludwigs Flügel“

In den letzten Lebensjahren Beethovens hat sich der Tonumfang der Klaviere von ursprünglich 5 Oktaven (Kontra-F bis f3) auf allgemein 6 ½ Oktaven erweitert (Kontra-C bis f4). Diese Entwicklung lässt sich parallel dazu auch in seinem Schaffen nachvollziehen. Die letzten Klavierwerke nutzen diese Spannweite. „Ludwigs Flügel“ ist ein Stück, das sich fast ausschließlich in dieser, zur Beethovenzeit stattgefundenen Klangraumerweiterung bewegt, also zwischen Kontra-C bis Kontra-F und zwischen f3 bis f4. Ich habe mich von der Vorstellung eines Komponisten inspirieren lassen, der die „neuen“ Klaviertöne zwar zur Verfügung hat, sie aber nicht mehr hören kann. Alle Klänge des Mittelbereiches sind Resonanzen, die durch stumm niedergedrückten Tasten entstehen. Sie repräsentieren das, was die vielleicht letzten Hörnerven in Beethovens Gehirn an Klangvorstellung erzeugt haben mögen.

 

Notenedition Vol. 3 – hier erhältlich: SHOP

Piano piece „Ludwigs Flügel“ – Aufführungen:

10. Dezember 2016 – Uraufführung – Bonner Kunstverein – Susanne Kessel, Klavier

Christoph Theiler (*1959)

geboren 1959 in Deutschland, lebt und arbeitet seit 1982 in Wien. Klavierstudium in Nürnberg (Erich Appel), Stuttgart (E.Trauer) und Wien (Leonid Brumberg).

Komposition: Autodidakt. Kompositionen für Kammermusik, Orchester, elektronische Musik und Arbeiten für Hörspiel und Kunstradio. Viele seiner Werke sind im Bereich Klanginstallation/Media Art/Social Sculpture angesiedelt. Zusammen mit Renate Pittroff gründete er das Label „wechselstrom“. Es ist im 16. Wiener Gemeindebezirk beheimatet. Dort befindet sich auch der off space „galerie wechselstrom“, der als Arbeitsraum und temporärer Ausstellungs- und Performanceraum betrieben wird.

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