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Link > Interview Susanne Kessel, Süddeutsche Zeitung Magazin

„Ich kann mir keine erfüllendere Aufgabe für einen Musiker vorstellen“

Japan: Magazin „Record Geijutsu“ (Peter Cossé, Oktober 2016)

über Susanne Kessels CD – „250 piano pieces for Beethoven“ Vol. 1

„Mit der Persönlichkeit Ludwig van Beethovens befasst sich ein in die nähere Zukunft weisendes Projekt der deutschen Pianistin Susanne Kessel. 250 kurze Klavierstücke hat sie an 250 Komponisten in Auftrag gegeben! Die Miniaturen sollen auf irgendeine Weise in Verbindung mit Beethoven stehen. […] Die Stücke schwanken in der Spieldauer zwischen einer und knapp fünf Minuten. Lustig, manchmal provozierend oder auch rätselhaft die Titel wie etwa „Groll&Dank“, „Ludwig’s harp“, „7 Momente aus 111“, „Mashup – Elise in Warschau“ oder auch „Karneval in der Bonngasse“. Es zeigt sich hier, dass Komponisten leichter zu interessanten, zu amüsanten Ergebnissen kommen, wenn es sich um kurze Arbeiten handelt. Zur Wirkung der hier versammelten Ideenvielfalt trägt das präzise, anschauliche Spiel der Pianistin und Auftraggeberin Susanne Kessel entscheidend bei. Ich freue mich schon auf die nächste Folge!“

„CD-Tipp“ Bayerischer Rundfunk (Oktober 2016)

Was es heißt zu brennen

»Etwas ist anders. Soviel spürt man gleich. Eigentlich hätte man große Lust, seine ratlos gewordenen Freunde, die enttäuschten Anhänger unter den Liebhabern der (Gegenwarts-)Musik in eines dieser Kessel-Konzerte zu schicken.

Im Künstlerprojekt, das Susanne Kessel da im Schatten der großen Veranstalter auf die Beine stellt, steckt beides – das Glück und die Krux. Alles selber machen zu dürfen einerseits – alles selber machen zu müssen andererseits. Eine Ausgangslage, die unüberhörbar ist auch im Gespräch. Als Pianistin sowieso, aber eben auch als Beethoven-Pieces-Projekt-Managerin steht Susanne Kessel notwendig unter Dampf. Rund zwei dutzend Konzerte seit dem Start im November vergangenen Jahre liegen hinter ihr. An „250 piano pieces for Beethoven“ lässt sich in jeder Beziehung lernen, was es heißt, für eine Sache zu brennen

Es ist genau das, was man spürt, wenn man Susanne Kessel auf der Bühne agieren sieht. Was sie übrigens gleich auf doppelte Weise macht. In erster Linie mit einem bravourösen Klavierspiel, das den feinen Ton verbindet mit dem Abrufenkönnen der einschlägigen neueren und neuesten Spieltechniken. Ein Niveau, das für die titanische Aufgabe, der sich die Pianistin stellt, freilich auch bitter nötig ist. Wer in ein einziges Programm schon einmal sechzehn Neukompositionen, darunter fünf nacheinander vorgetragene Uraufführungen packen kann, muss sich auf seine Technik und auf seine Gestaltungskraft verlassen können.

Hinzu kommt, dass Susanne Kessel als ihre eigene Moderatorin in Erscheinung tritt. Andererseits gehört genau dies, das Gespräch, der Austausch mit den Komponisten, zum Herzschlag des Projekts. Was in der Praxis bedeutet, vom munteren Plauderton stante pede überwechseln zu können in die Konzentration, die die Ausführung einer hochkomplexen Partitur verlangt. Gewiss alles andere als eine Kleinigkeit.«  Vollständiger Artikel

(Neue Musikzeitung, Georg Beck, Nov. 2015)

Beweis für Beethovens Aktualität

»Die Uraufführungen übernimmt Kessel sukzessive in Gesprächskonzerten, häufig in Anwesenheit der Komponisten,  die Einblicke in ihren Schaffensprozess gewähren und erzählen, welche Bedeutung Beethoven in ihrem (Musiker-)Leben hat. Das gibt den Konzerten einen ganz besonderen, persönlichen Chrakter und ermöglicht dem Pulikum eine unmittelbare und erkenntnisreiche Auseinandersetzung mit Neuer Musik. Die Vielfalt der Techniken und der stets virtuos und einfühlsam vorgetragenen musikalischen Ideen beeindruckte die Zuhörer auch diesmal.

York Höller brachte es mit der Erklärung seines Werktitels „Weit entfernt und doch so nah“ auf den Punkt: Einerseits ist Beethovens Musik schon sehr alt, andererseits wird sie immer noch auf der ganzen Welt gespielt und rezipiert. Und Susanne Kessels großartiges Projekt liefert höchst originell den Beweis für Beethovens Aktualität«

(General-Anzeiger Feuilleton, Claudia Wallendorf, 23. November 2015)

 

Gedankensammlung für einen Revolutionär

nmz Notenband-1-Kritik

 

 

 

 

(nmz, April 2016)

 

250 Stücke für Beethoven

»Susanne Kessel, Pianistin aus der Beethovenstadt Bonn, denkt in großen Einheiten. Dieses Projekt kann in seiner Summe viel mehr werden als eine Ansammlung von Einzelstücken. Es entsteht nicht bloß eine willkürliche Reihung neuer Klavierstücke sondern vielmehr eine musikalische Gedankensammlung über verschiedene Aspekte in Beethovens Musik und ganz allgemein auch eine Dokumentation seiner Relevanz innerhalb unserer Musikgeschichte. «

(Piano News, Ratko Delorko, Oktober 2015) 

250 piano pieces for Beethoven

»This monumental project involving the name Beethoven has been initiated by Susanne Kessel, a very industrious and active pianist from the city of Bonn who has already created countless fascinating projects with a variety of composers. But this time she has created something like the Mount Everest of all homage projects: „250 piano pieces for Beethoven“. This project will involve not only the commission of 250 pieces to 250 different composers from all around the world, but also her complete dedication to continuously perform and record these pieces during the upcoming years and to also oversee their publication.

All the pieces refer to Beethoven, in very different manners. Some use quotes of his music some even concentrate on a single chord, others are more free from homages. But the most fascinating thing about the project is the fact that at some point in 2020 we will have a truly unique and world-encompassing compendium of 21st century piano music from all ranges of style and music approach. And that alone makes the project highly notable, even without the connection to Beethoven (which will assure public interest). The workload behind the project is humungous – even at this moment Susanne Kessel is approaching new composers for the project and playing concerts with already existing pieces tirelessly, while Nikolas Sideris is preparing the net editions by converting dozens of different music formats for printing and overseeing their editing.«

(nmz Bad Blog of Music, Moritz Eggert,  21. Dezember 2015)