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Oxana Omelchuk

Oxana Omelchulk  

Oxana Omelchuk (BY/DE) – Grattage II / Versuch über Beethoven

Oxana Omelchuk about “Grattage II/ Versuch über Beethoven”

“Unter Grattage (frz. gratter abkratzen) versteht man das künstlerische Verfahren aus der Malerei (entwickelt von Max Ernst), bei dem mit einer Klinge übereinander aufgetragene Malschichten weggekratzt bzw. abgeschabt werden und auf diese Weise neue Farbformen entstehen. Mein Stück ist der Versuch einer Übertragung der obengenannten Technik auf die Musik von Beethoven.
Als Ausgangsmaterial dienen mir 4 Fidelio-Ouvertüren, genauer gesagt, 3 Leonore- und 1 Fidelio- Ouvertüren, die im Prozess des Komponierens verschiedenen Techniken der gegenseitigen Manipulation unterworfen werden.”

“Grattage II/ Versuch über Beethoven” – in concert:

Oxana Omelchuk (*1975),

in Weißrussland geboren, studierte bei Johannes Fritsch und Michael Beil an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Neben ihrer kompositorischen Tätigkeiten tritt sie als Musikerin in verschiedenen Formationen auf, zum Beispiel im Duo mit Constantin Herzog (analoge Synthesizer und Kontrabass), mit Florian Zwißler (elektrische Orgeln und analoge Synthesizer), im Quartett MONOPASS mit Florian Zwißler, Luís Antunes Pena und Mark Polscher (analoge Synthesizer) sowie im Simon Rummel Ensemble.

Omelchuks Musik wurde u.a. vom Ensemble Musikfabrik, dem Ensemble Garage, hand werk, dem ensemble mosaik, dem SWR Vokalensemble, Studio Dan, Schlagquartett Köln, dem Klangforum Wien, Radio-Symphonie Orchester Wien und dem Ictus Ensemble aufgeführt, u.a. bei ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln, ECLAT Stuttgart, Wien Modern, Afekt Festival Tallinn, musikprotokoll Graz, Ars Musica Brüssel und dem Warschauer Herbst.

Sie erhielt verschiedene Auszeichnungen und Stipendien, darunter das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln (2006), den Stipendien-Aufenthalt im Künstlerdorf Schöppingen (2007) und ein Aufenthaltsstipendium in der Künstlerresidenz Villa Aurora Los Angeles/USA (2018).

Im Oktober 2019 wurde ihre Porträt-CD der Edition Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates veröffentlicht. Zudem wurde sie 2019 für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Ensemble mit Elektonik“ nominiert.

Oxana Omelchuk lebt und arbeitet als freischaffende Komponistin in Köln.

Website Oxana Omelchuk